Welt-Herz-Tag: Herzgesundheit beginnt bei der Prävention

AMSTETTEN. Der Welt-Herz-Tag am 29. September macht jedes Jahr auf die Bedeutung der Herz-Kreislauf-Gesundheit aufmerksam. Die globale Initiative wurde im Jahr 2000 von der World Heart Federation (WHF) ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für Herzerkrankungen zu stärken, über Risikofaktoren zu informieren und die Bedeutung der Prävention hervorzuheben.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen in Österreich und weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Zu den häufigsten Erkrankungen des Herzens gehören unter anderem die koronare Herzkrankheit, Herzklappenerkrankungen, Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern sowie die Herzinsuffizienz.

Viele Faktoren, die die Herzgesundheit beeinflussen, lassen sich im Alltag aktiv mitgestalten. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, der Verzicht auf Nikotin und ein maßvoller Umgang mit Alkohol können dazu beitragen, das persönliche Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren.

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Vorsorgeuntersuchung im niedergelassenen Bereich. Hausärztinnen und Hausärzte sind häufig die erste Anlaufstelle, wenn es um die Früherkennung von Risikofaktoren geht. Im Rahmen regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen können unter anderem Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerte kontrolliert und mögliche Auffälligkeiten frühzeitig erkannt werden. Bei erhöhtem Risiko oder bestehenden Beschwerden kann anschließend gezielt eine weiterführende fachärztliche Abklärung veranlasst werden.

„Bewegungsmangel, unausgewogene Ernährung und Rauchen können das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen. Daneben gibt es jedoch auch nicht beeinflussbare Faktoren, etwa genetisch bedingt erhöhte Blutfette. Gerade in den vergangenen Jahren haben sich die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten deutlich weiterentwickelt. Auch erhöhte Blutdruck- und Blutzuckerwerte können heute sehr wirksam behandelt werden“, erklärt Prim. Dr. Oliver Sarkar.

„Neben einem herzgesunden Lebensstil ist es daher wichtig, Vorsorgeangebote regelmäßig wahrzunehmen. Gerade erhöhte Blutdruck-, Blutzucker- oder Blutfettwerte verursachen häufig lange Zeit keine eindeutigen Beschwerden und können dennoch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Die Vorsorgeuntersuchung bietet die Möglichkeit, solche Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt entsprechende Maßnahmen einzuleiten“, erklärt OA Dr. Aws Al Diri.

Neben der Prävention haben sich auch die Möglichkeiten zur Diagnose und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiterentwickelt. Moderne Untersuchungs- und Therapieverfahren ermöglichen eine zunehmend gezielte Versorgung von Patientinnen und Patienten. Entscheidend ist dabei, Beschwerden ernst zu nehmen und bei entsprechenden Symptomen frühzeitig medizinische Abklärung in Anspruch zu nehmen.

Der Welt-Herz-Tag bietet damit einen wichtigen Anlass, die eigene Herzgesundheit in den Mittelpunkt zu rücken. Regelmäßige Vorsorge im niedergelassenen Bereich, ein gesunder Lebensstil und eine frühzeitige medizinische Abklärung können wichtige Bausteine sein, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen möglichst früh zu erkennen und gezielt zu behandeln.

 

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Prim. Dr. Oliver Sarkar, OA Dr. Aws Al Diri

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