Primär- und Sekundärtransporte

Sekundärtransporte

Müssen bereits im Klinikum vorversorgte Patientinnen und Patienten von einer medizinischen Einrichtung in eine andere spezialisierte Versorgungseinheit gebracht werden, kommt dafür ein sogenannter Sekundärtransport zur Anwendung. Derartige Patiententransporte zwischen Klinikstandorten reichen von Routinefahrten ohne Arztbegleitung zwischen Ambulanzen und/oder Bettenstationen bis hin zu Spezialfahrten wie zum Beispiel Intensivtransporten mit Arztbegleitung. Transporte in und aus stationäre/n Langzeitpflege-Einrichtungen (NÖ Pflege-, Betreuungs- oder Förderzentren, private Pflegeheime) sowie Heimtransporte an den Wohnort zählen jedoch nicht dazu.

Primärtransporte

Das Rote Kreuz und andere Rettungsdienste sind für Primärtransporte zuständig. Darunter versteht man dringende Transporteinsätze, bei denen verunfallte oder akut erkrankte/verletzte Personen direkt vor Ort versorgt oder stabilisiert werden und zur weiteren Versorgung in ein geeignetes Klinikum gebracht werden.

Fragen und Antworten

Notruf Niederösterreich ist für die Disposition der zur Verfügung stehenden Fahrzeuge zuständig. Die Entscheidung erfolgt auf Basis der Eingaben im Zuge der Transportanmeldung. Die Eingabe erfolgt online über ein Meldesystem bei Notruf Niederösterreich. Diesem obliegt die Koordination sowohl von Primär- als auch von Sekundärtransporten.

Es gibt planbare Krankentransporte sowie medizinisch dringliche Transporte. Die Dringlichkeitseinschätzung erfolgt durch das ärztliche Personal im Klinikum. Auf Basis dieser Entscheidung wird der Sekundärtransport bei Notruf Niederösterreich angemeldet. Je nach Planung und Dringlichkeit werden die Sekundärtransporte durch die diensthabenden Rettungsteams durchgeführt.

Derzeit gibt es mehrere Standorte für den Bereich der Sekundärtransporte im Zentralraum und Südosten Niederösterreichs. Alle Fahrzeuge können unabhängig vom Heimatstützpunkt je nach Bedarf in allen Gesundheitsregionen eingesetzt werden. Die Fahrzeuge kehren zwischen den einzelnen Transporten nicht zwangsweise zum Heimatstützpunkt zurück, sondern verbleiben im laufenden Betrieb im Bereich der Kliniken der jeweiligen Versorgungsregion. Zusätzlich werden Fahrzeuge in peripheren Regionen ohne unmittelbar anstehende Sekundärtransporte rechtzeitig zu Dienstbeginn entsandt, sodass sie insbesondere im Most- und Waldviertel bei Bedarf rasch verfügbar sind.

Seit Jahresbeginn 2026 sind die Johanniter Unfallhilfe Niederösterreich und der Sozialmedizinische Dienst (SMD) die Partner für alle Sekundärtransporte im Auftrag der Niederösterreichischen Landesgesundheitsagentur (NÖ LGA). Die Vergabe erfolgte über eine öffentliche Ausschreibung. Um die Abläufe im Zusammenhang mit Patiententransporten zwischen Klinikstandorten (Sekundärtransporte) in Niederösterreich optimieren zu können, steht die NÖ LGA permanent im engen Austausch mit Notruf Niederösterreich, Johanniter Unfallhilfe und SMD. Die Wartezeiten auf Sekundärtransporte liegen im Schnitt deutlich unter einer Stunde.