Gesund & Leben, Mai 2023

25 www.gesundundleben.at 05 /23 Rezeptfrei erhältlich in Ihrer Apotheke. Über Wirkungen und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker. Zell Euclim www.adler-pharma.at Schüßler Salze für deinWohlbefinden Zell Euclim ZYKLUSUNREGELMÄßIGKEITEN & WECHSELJAHRBESCHWERDEN Dr. Christian Matthai, Gynäkologe, Hormonexperte, Sport- und Ernährungsmediziner und der Rest erlebt die hormonelle Umstellung völlig beschwerdefrei. „Bei milden bis moderaten Beschwerden ist es immer ratsam, vor Beginn einer Hormontherapie den Behandlungsversuch mit Pflanzenextrakten zu wagen. Diese gelten als sehr sicher und in vielen Fällen als hilfreich und wirksam“, empfiehlt der Gynäkologe, Sport- und Ernährungsmediziner Dr. Christian Matthai. Hitzewallungen und Schweißausbrüche gelten als Leitsymptom der Wechseljahre. Die Ursachen für die Schweißausbrüche sind nicht vollständig geklärt. Medizinerinnen undMediziner vermuten, dass die Hormonumstellung eine fehlerhafte Wärmeregulation im Gehirn hervorruft. Was schafft Abhilfe? „Vielen hilft ein gesunder Lebensstil, im Speziellen moderate körperliche Betätigung und das Meiden von Alkohol. Ansonsten setzt man zur Behandlung der Beschwerden sekundäre Pflanzenstoffe wie Isoflavone aus Rotklee oder Soja ein“, erläutert Matthai. UMSTRITTENE HORMONTHERAPIE In den 1980er Jahren erlebte die Hormonersatztherapie (HET) für die Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren einen regelrechten Boom. Der sogenannten Substitutionstherapie wurde zudem eine schützende Wirkung vor Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krankheiten wie Morbus Alzheimer, Osteoporose oder Krebs zugeschrieben. Als Anfang der 2000er Jahre in kritischen Studien von einem erhöhten Risiko für Krebs und HerzKreislauf-Erkrankungen die Rede war, gingen die Verschreibungszahlen von Hormonpräparaten zurück. Bis heute wird die Hormonersatztherapie kontrovers diskutiert. In den letzten Jahren erhält die bioidente Hormontherapie (BHT) als nebenwirkungsarme Alternative immer mehr Aufmerksamkeit. Der Unterschied: Bei der klassischen Hormonersatztherapie werden hormonähnliche Substanzen verabreicht. Bioidente Hormone gleichen hingegen exakt der Molekülstruktur körpereigener Hormone. Auch Gynäkologe Matthai setzt auf die Behandlung mit bioidenten Hormonen – etwa wenn sich starke Hitzewallungen und Schwitzattacken störend auf das Berufs- und Privatleben auswirken: „Das Hormon der Wahl zur Behandlung von Schweißausbrüchen ist Östrogen. Primär empfehle ich die bioidenten Formen des Geschlechtshormons 17-Beta-Östradiol und natürliches Progesteron.“ POSITIVE EINSTELLUNG BEWAHREN Die hormonellenVeränderungen imKlimakterium berühren vielfach noch eine Tabuzone, über die ungern offen gesprochen wird. WechseljahresbePrämenopause n seltener Eisprung n Abbau des Sexual- hormons Progesteron n Monatsblutungen meist noch regelmäßig, jedoch erste Schwankungen möglich (Funktion der Eierstöcke lässt nach) Perimenopause n ein bis zwei Jahre vor der letzten Regelblutung bis ein Jahr danach n Periode nur noch unregelmäßig n zeitliche Abstände zwischen den Monatsblutungen werden größer n Absinken des Progesteronspiegels n Östrogenproduktion beginnt nachzulassen n Hitzewallungen, Darmbeschwerden, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen Postmenopause n niedriger Östrogenspiegel n Verringerung der Knochendichte, trockene Haut oder Bluthochdruck möglich Wechseljahre (Klimakterium) Die drei Phasen der 1 2 3

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