Gesund & Leben, Mai 2023

49 www.gesundundleben.at 05 /23 IMPRESSUM Herausgeber: NÖ Landesgesundheitsagentur, 3100 St. Pölten. Projektleiter: Matthias Hofer, NÖ Landesgesundheitsagentur. Verleger: ÄrzteVerlag GmbH, Währinger Straße 65, 1090 Wien. Geschäftsführung: Komm.-Rat Axel C.Moser,Mag.Philipp Ita.Mitglied der Geschäftsleitung: PetraHubert-Schimek,Redaktionsleitung: NÖ Landesgesundheitsagentur, Stabsstelle Kommunikation.Chefredaktion: MichaelaNeubauer,MA.Chefin vomDienst: Mag.Karin Schrammel.Artdirektion: Verena Ohnewas,BSc (Ltg.),DI LissaWeissenbacher (Kabane 13MedienGesmbH).Coverfoto: iStock/evgenyatamanenko. Redaktion: Karin Lehner, Mag. Sandra Lobnig, Mag. Jacqueline Kacetl, Daniela Rittmannsberger, Mag. Karin Schrammel, Mag. Werner Schrittwieser, Mag. Claudia Sebunk. Key Account: Gerlinde Taferner. Redaktionsadresse&Medieninhaber: NÖ Landesgesundheitsagentur, Stattersdorfer Hauptstr. 6, 3100 St.Pölten.Hersteller: Druckerei Berger, 3580Horn.Aboservice: Tel.: 01/9611000-190, abo@gesundundleben.at. Einzelpreis: Euro 2,40 Abopreis: Euro 19,90/Jahr. G&L erscheint 10x/Jahr. Seiten, die mit „Werbung“ oder „Advertorial“ gekennzeichnet sind, sind entgeltliche Einschaltungen gemäß §26 Mediengesetz. Alle Rechte vorbehalten, auch die Übernahme, vollständige oder auszugsweise Weiter- oder Wiedergabe, gem. §44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz. Zielgruppe & Richtung des Magazins: Gesundheitsrelevante und medizinische Informationen für gesundheitsbewusste und gesundheitsinteressierte Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. P.b.b. Erscheinungsort: St. Pölten. Verlagspostamt: 1090 Wien. Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz siehe www.gesundundleben.at. Die Angaben und Äußerungen in Anzeigen, Inseraten, Advertorials & Promotions geben nicht zwingend die Meinung der Redaktion und/oder des Medieninhabers wieder. Für diese wird keine Haftung übernommen. Weiterführende Details finden Sie unter www.gesundundleben.at. Alle für dieses Magazin produzierten Fotos sind nach den derzeit geltenden Covid-19-Maßnahmen entstanden. 201920021 Textildienst und vieles mehr. „Jede einzelne Hand ist wichtig“, sagt Julia Zechmeister. STRAUSS AN ABWECHSLUNG Vor der Coronakrise sorgten 1.600 Ehrenamtliche für die psychosoziale Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner in Niederösterreichs Pflegezentren. Die Pandemie erschwerte den Einsatz der Freiwilligen enorm. Nun kehren sie nach und nach wieder zurück zu denMenschen in den Pflegezentren. ZumGlück, sagt Astrid Vesely, die Managerin Ehrenamt und Alltagsbegleitung im Pflege- und Betreuungszentrum Orth/Donau: „Vor der Pandemie waren fast 40 Ehrenamtliche bei uns im Haus tätig, durch Corona ist einiges in die Brüche gegangen. Mittlerweile haben wir wieder 28 aktive Ehrenamtliche.“ Man habe nun auch einige jüngereMenschen gewinnen können, sagt sie: „Einige wollten sich sozial mehr engagieren, einige haben nach einem Praktikum weitergemacht.“ Astrid Vesely lässt den Ehrenamtlichen viel Freiraum: „Jeder Mensch soll seine Leidenschaft und Kreativität ausleben.“ Das ergibt einen bunten Strauß an Abwechslung: Einige Ehrenamtliche kommen zu Gesprächsrunden oder zum Bingo, eine Frau kommt zum Ziehharmonika-Spielen und Singen, einHerr fungiert sonntags als DJ, andere helfen bei Festen mit. SELBSTWIRKSAMKEIT Besonders gut kommt es an, wenn die Volksschullehrerin Daniela Holub jeden Montag mit ihrem Hund Kenai das Orther Pflegezentrum besucht. Das macht den Bewohnerinnen und Bewohnern viel Freude, sagt sie: „Sie knuddeln und streicheln Kenai oder machen Übungen mit ihm. Man sieht gleich den positiven Effekt. Der Hund holt sie aus dem Alltagstrott.“ Daniela Holub kamdurchZufall ins Pflegezentrum, als sie ein Praktikum für ihr berufsbegleitendes Studium machen musste – und ist danach geblieben. Die 39-Jährige ist verheiratet EHRENAMT und hat zwei Kinder im Teenager-Alter. Sie nimmt sich jede Woche Zeit für die Besuchsdienste: „Ich finde es faszinierend, wie sich die Leute öffnen und mir ihre Lebensgeschichte erzählen. Sie haben viel erlebt, Krieg und Entbehrungen. Nun kann ich ihnen am Ende ihres Lebens etwas zurückgeben.“ Und sie selbst profitiert auch davon: „Die Besuche entschleunigen mich, ich muss die Geschwindigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner annehmen. Ein guter Ausgleich, denn in der Volksschule ist es oft hektisch. Und ich habe hier viel Selbstwirksamkeit erfahren.“ Das sind nur einige Beispiele von vielen helfenden Händen, die in Niederösterreichs Pflegezentren den Unterschied machen. Die Besuche bringen Abwechslung und machen die Pflegeversorgung jeden Tag noch ein Stück besser – zum Wohle der Bewohnerinnen und Bewohner. KARIN SCHRAMMEL n Wie kann ich n Zeit für Gespräche schenken n Zuhören und einfach für andere da sein n Begleitung und Unterstützung bei Spaziergängen, Einkäufen und Erledigungen, Ausflügen n Bewohnerinnen und Bewohner zu geselligen Aktivitäten motivieren (basteln, singen etc.) n Mithilfe bei Veranstaltungen, Festen und Feiern Dafür bekommt man: n Begleitung im Team n Erstgespräch und Schnuppertage n Kostenlose Kurse zur Weiterbildung n Kostenloses Mittagessen n Fahrtkostenersatz n Teilnahme an Festen, Feiern und Ausflügen Wohin kann ich mich wenden? Direkt an die 50 Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren. An jedem Standort gibt es Verantwortliche für das freiwillige Engagement. Informationen: ehrenamt.noe-lga.at helfen? Gerhard Scherzer ist seit 15 Jahren ehrenamtlich im Pflegezentrum tätig und unterstützt, wo immer er gebraucht wird. Volksschullehrerin Daniela Holub kommt jeden Montag mit ihrer Hündin ins Pflegezentrum Orth/Donau.

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