Geschäftsbericht 2024 der NÖ LGA

1 XXXX Geschäftsbericht 2024

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INHALT Vorwörter 06 Finanzdaten 12 Regionen 20 Tätigkeitsberichte 32 Aus den NÖ Kliniken und Pflegezentren 70 Kennzahlen Medizin & Pflege 74 Karriere & Ausbildung 84 Abkürzungsverzeichnis 88 KarriereCenter 92 IMPRESSUM Medieninhaber und Verlagsort: NÖ Landesgesundheitsagentur, Stattersdorfer Hauptstraße 6/C, 3100 St. Pölten Fotos: NÖ Landesgesundheitsagentur Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung der Inhalte dieses Werkes können wir Druckfehler, Schreibfehler oder inhaltliche Änderungen nicht ausschließen und dafür keine Haftung übernehmen. © Alle Rechte vorbehalten, dies gilt auch für die Übernahme, vollständige oder auszugsweise Weiter- oder Wiedergabe von Bildern und Inhalten gemäß § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz. Erscheinungsdatum: Mai 2025 · P.b.b. Erscheinungsort St. Pölten · Verlagspostamt: 3100 St. Pölten

6 7 VORWORT VORWORT D Johanna Mikl-Leitner Landeshauptfrau Ludwig Schleritzko Landesrat Christiane Teschl-Hofmeister Landesrätin gungseinheiten entstehen und spezialisierte Krankenhausstandorte eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau garantieren. Klar ist auch, dass wir dafür jede einzelne Mitarbeiterin und jeden einzelnen Mitarbeiter in unseren Kliniken und Pflegezentren brauchen. Denn nur mit unserem bestens ausgebildeten Personal können wir heute und in Zukunft die hohe Qualität in unseren Gesundheitseinrichtungen sicherstellen. Deshalb investieren wir in attraktive Arbeitsbedingungen und moderne Ausbildungsplätze. Bereits jetzt gibt es zahlreiche Angebote zur bestmöglichen Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit intensiven Bemühungen im Recruiting wollen wir neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unsere Kliniken und Pflegezentren gewinnen. Unser Dank gilt an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren täglichen Einsatz für die Menschen in Niederösterreich. ie Kliniken und Pflegezentren spielen eine zentrale Rolle in der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Menschen in Niederösterreich. Mit ihrer Expertise gewährleisten unsere 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass die Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohner genau die qualitativ hochwertige Behandlung und Betreuung erhalten, die sie benötigen. Damit das auch in Zukunft so bleibt, braucht es neue Wege in der Versorgung und es braucht Investitionen in unsere Gesundheitseinrichtungen. Mit dem Gesundheitsplan 2040+ wollen wir genau das erreichen. Denn unsere Gesellschaft verändert sich. Bis 2040 werden in Niederösterreich mehr als eine halbe Million Menschen über 65 Jahre alt sein, die Babyboomer-Generation geht in Pension und es gibt weniger Geburten. Das bedeutet, dass der Bedarf an altersmedizinischen Zentren, die ältere, multimorbide Menschen dabei unterstützen, ihre Selbstständigkeit im Alltag wiederzuerlangen oder zu erhalten, steigt. Gleichzeitig verändert sich die Medizin mit neuen, modernen Behandlungsmethoden und mehr ambulanten Leistungen. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass jede Niederösterreicherin und jeder Niederösterreicher auch weiterhin darauf vertrauen darf, zum notwendigen Zeitpunkt, am passenden Ort, von der richtigen Person, in der geforderten Qualität behandelt zu werden. Das schaffen wir mit gezielten Investitionen und neuen Versorgungsstrukturen. Und genau hier unterstützen uns die Lösungsansätze und Ergebnisse aus dem Gesundheitsplan, der von mehr als 50 Expertinnen und Experten erarbeitet wurde. Konkret bedeutet das, dass die Notfallversorgung gestärkt wird, mehr Primärversor-

8 9 VORWORT VORWORT ie NÖ Landesgesundheitsagentur steht mit ihren 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die beste Betreuung und Versorgung der Menschen in unseren Kliniken und Pflegezentren im gesamten Bundesland. Unsere Aufgabe ist es, ihnen genau die Rahmenbedingungen zu bieten und weiter auszubauen, die sie dafür benötigen. Sei es in Hinblick auf die optimale Infrastruktur, Maßnahmen zur bestmöglichen Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Angebote in der Fort- und Weiterbildung oder zu den zahlreichen Karriere- und Entwicklungschancen. So wurde im Jahr 2024 das neue Gehaltsmodell für Ärztinnen und Ärzte in Höhe von 64 Millionen Euro umgesetzt. Damit bekommen alle Ärztinnen und Ärzte, die in einem Vollzeit-Angestelltenverhältnis stehen, 1.000 Euro mehr ausbezahlt. In Zusammenarbeit mit dem Sozialpartner konnten wir für alle Berufsgruppen weitere Verbesserungen umsetzen, wie die Fortführung der Auszahlung des Kinderweihnachtsgeldes oder bei Maßnahmen der Dienstplanstabilität. Ein Meilenstein für das Unternehmen war auch die Auszeichnung als familienfreundlicher Arbeitgeber. Außerdem war das Jahr 2024 von den Arbeiten am Gesundheitspakt geprägt, in dem sich Expertinnen und Experten damit beschäftigten, die Gesundheitsversorgung der Menschen in Niederösterreich auch für die Zukunft sicherzustellen. Durch die Zusammenarbeit mit der Danube Private University wurden die Kliniken in Wiener Neustadt, Neunkirchen und Hochegg zu Universitätskliniken: Ein weiterer Meilenstein in der medizinischen Versorgung sowie der Akademisierung der Ausbildung in der Thermenregion, der dafür sorgen soll, mehr junge Ärztinnen und Ärzte nach ihrer Ausbildung im Bundesland zu halten. Die NÖ Landesgesundheitsagentur initiierte und begleitete zudem im Jahr 2024 eine Vielzahl an Forschungsprojekten rund um Diagnose und Therapie von Erkrankungen sowie Fragestellungen der Grundlagenforschung. Unterstützt werden dabei Studien im gesamten Wirkungsbereich der niederösterreichischen Kliniken. Dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade auch in herausfordernden Zeiten mit einem Höchstmaß an persönlichem Engagement im Einsatz sind, haben sie nach der Pandemie auch beim Hochwasser im September 2024 unter Beweis gestellt. Dafür bedanken wir uns an dieser Stelle einmal mehr bei jeder und jedem Einzelnen und sprechen unsere Wertschätzung und unseren Respekt für ihren täglichen Einsatz für die Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohner aus. D Mag.a jur. Dr.in med. Elisabeth Bräutigam, MBA Vorständin

10 11 Mag.a PHDr.in Susanne Höllinger Vorsitzende des Aufsichtsrates VORWORT VORWORT A ie gesamte Gesundheitsbranche sah sich auch 2024 großen Herausforderungen gegenüber. Steigende Kosten, zunehmender Fachkräftemangel und notwendige strukturelle Weichenstellungen prägen bis heute das Umfeld, in dem wir als Gesundheitsdienstleister tagtäglich arbeiten. Entwicklungen wie diese verlangen von uns Weitsicht und die Fähigkeit, innovative Lösungen zu entwickeln, um eine qualitativ hochwertige Versorgung sicherzustellen. In Niederösterreich wurde 2024 mit dem Startschuss zum Gesundheitspakt ein klares Signal gesetzt, dass die anstehenden Aufgaben gemeinsam angegangen werden. Eine Entwicklung, die auch wir als Aufsichtsrat der NÖ Landesgesundheitsagentur ausdrücklich begrüßen. Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen ist es gemeinsam mit der Unternehmensführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch 2024 gelungen, für Niederösterreich eine qualitätsvolle medizinisch-pflegerische Versorgung auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Als Aufsichtsrat begleiten und unterstützen wir die strategische Weiterentwicklung der NÖ LGA bei ihrem Ziel, nachhaltige und zukunftssichere Strukturen zu schaffen. Für das abgelaufene Jahr sei an dieser Stelle an den gemeinsamen Strategietag am Universitätsklinikum Krems erinnert. Im Bewusstsein, dass gerade in der aktuellen Zeit ein klarer Kurs und verantwortungsbewusstes Handeln essenziell sind, stehen wir auch weiterhin begleitend an der Seite aller Verantwortungsträgerinnen und -träger. Ich bedanke mich bei allen für die Zusammenarbeit, die von gegenseitigem Vertrauen und offener Kommunikation geprägt ist, und bei den Mitgliedern des Aufsichtsrates besonders für ihren verantwortungsvollen Einsatz. Gemeinsam wollen wir in den kommenden Jahren die Herausforderungen der Zukunft meistern und alles daransetzen, um die bestmöglichen Rahmenbedingungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen und eine zeitgemäße, bedarfsgerechte, patientinnen- und patienten- sowie bewohnerinnen- und bewohnerorientierte, effiziente medizinische und pflegerische Versorgung sicherzustellen. uch im Jahr 2024 haben die Mitglieder des Beirats die NÖ Landesgesundheitsagentur in Fragen organisatorischer Veränderungen oder in Angelegenheiten betreffend die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gesundheitseinrichtungen beraten. Im Fokus der gemeinsamen Arbeit standen insbesondere Anstrengungen zur Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur, wie Brandschutz- oder Blackout-Vorsorgemaßnahmen, aber auch fortschreitende Initiativen zur Nutzung von Synergien innerhalb des Unternehmensverbunds, wie etwa der schrittweisen Eingliederung der Pflegezentren in die Versorgung über die Logistikzentren. Im Personalbereich wurde zudem beraten über berufsgruppenspezifische Karrieremodelle und Gestaltungsmöglichkeiten zur Positionierung als familienfreundliches Unternehmen. Im Herbst erfolgte weiters eine neue personelle Weichenstellung auf unmittelbarer Ebene des Beiratsvorsitzes. Mag. Michael Prunbauer wurde als Nachfolger des langjährigen NÖ Patientenanwalts Dr. Gerald Bachinger Anfang Oktober in den Beirat der NÖ LGA bestellt und zum neuen Vorsitzenden gewählt. Unser gemeinsamer Dank gilt dem Vorstand der NÖ Landesgesundheitsagentur für die Bereitschaft zu offenen Diskussionen sowie den Mitgliedern des Beirats für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Sinne der laufenden Weiterentwicklung der NÖ LGA mit ihren Kliniken und Pflegezentren. Ein großer gremialer Dank gilt in erster Linie aber allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Kliniken und Pflegezentren, die mit ihrer Expertise, mit Respekt und Wertschätzung für die Menschen in Niederösterreich im Einsatz sind. Der Beirat wird auch in Zukunft, gemeinsam mit allen Partnerinnen und Partnern, an einer zeitgerechten Gesundheitsversorgung für die niederösterreichische Bevölkerung arbeiten und mit breiter Expertise beratend zur Seite stehen. D Mag. Michael Prunbauer Vorsitzender des Beirats Credit: NÖ Patientenanwaltschaft

13 12 Finanzdaten

14 15 2024 FINANZDATEN teinnahmen, Erlöse aus Privatkrankenversicherungen sowie Refundierungen seitens des Landes NÖ bzw. des Bundes (z. B. EEZG-Pflegebonus, Sonderförderung für Pflegezentren zur Abgeltung der Auswirkungen der Teuerungen und des Fachkräftemangels 2023). Die Erträge aus Pflege und Betreuung werden ausschließlich in den Pflegezentren erzielt und beinhalten einerseits die Grundtarife und andererseits Pflegezuschläge für unterschiedliche Pflegeklassen der Langzeitpflege sowie spezielle Betreuungsformen wie Schwerstpflege und Hospiz. Hinzu kommen Zuschläge für Einzelzimmer und Einnahmen durch Tagespflege. In allen Einnahmen-Bereichen der Pflegezentren spiegeln sich 2024 die Auswirkungen des Fachkräftemangels v. a. in Form eines weiterhin verminderten Leistungsgeschehens (z. B. Bettensperren und reduzierte Auslastung in den Pflegezentren) wider. Allgemeine Erläuterungen zu den Finanzen In Bezug auf eine optimale und bestimmungsgemäße Verwendung der finanziellen Mittel ist es das Ziel der NÖ LGA, die Leistbarkeit der Gesundheitsversorgung, Pflege und Betreuung sicherzustellen. Im Rahmen einer umfassenden Gesundheitsversorgung, Pflege und Betreuung sollen die finanziellen Mittel effizient, umsichtig und nachhaltig verwendet werden. Eine der wesentlichsten Steuerungsgrößen der NÖ LGA stellt neben dem in der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LFV) verankerten Finanzbedarf das bereinigte Betriebsergebnis dar. Dies wird durch eine Gegenüberstellung der Betriebsausgaben und Betriebseinnahmen ermittelt und um Nutzungs- und Verrechnungsentgelte des Landes NÖ bereinigt. Im Jahr 2024 ist die Ergebnisentwicklung vor allem in den Kliniken besonders durch die hochdynamische Entwicklung bei medizinischem/pflegerischem Material und Fremdleistungen, die sich bereits in den letzten Jahren und insbesondere im Jahr 2024 abzeichnete, geprägt. Details dazu sind in den nachfolgenden Erläuterungen ersichtlich. Betriebseinnahmen Die Betriebseinnahmen gliedern sich in NÖGUS-Erträge, Eigene Erträge sowie Erträge aus Pflege und Betreuung. In den NÖGUS-Erträgen sind zum einen Erträge aus dem LKF-Finanzierungssystem des NÖGUS, wie z. B. Erträge für LDF- bzw. Ambulanzpunkte oder die Schulförderung für Krankenpflegeschulen, und zum anderen diverse Sonderfinanzierungen, z. B. für Palliativ-Konsiliarteams, enthalten. Die Eigenen Erträge umfassen neben Beihilfen und Betriebszuschüssen (z.B. für Pensionen, Altersteilzeit, Mobilienleasing) auch Drittumsätze, wie z. B. Küchen- und MieFinanzdaten Kennzahlentabelle Betriebseinnahmen RA 2023 RA 2024 + NÖGUS-Erträge - 2.116.097.778 - 2.463.791.138 + Eigene Erträge - 481.425.636 - 530.474.162 + Erträge aus Pflege und Betreuung - 325.848.981 - 361.076.431 - Summe Erträge - 2.923.372.395 - 3.355.341.731

16 17 2024 FINANZDATEN Betriebsausgaben Im Bereich der Betriebsausgaben wird zwischen Personalaufwendungen, Aufwendungen für medizinisches Material und Fremdleistungen, sonstigem Sachaufwand, Nutzungs- und Verrechnungsentgelten sowie Anlagen unterschieden. Der Personalaufwand umfasst neben mengenabhängigen Personalkosten u. a. auch „sonstige“ Personalkosten für Pensionen, Abfertigungen, Dienstjubiläen und Prämien. Der hohe Gehaltsabschluss von 9,15 Prozent im Jahr 2024, Personalaufbau und die Auszahlung von geleisteten Einspringdiensten von Teilzeitmitarbeiterinnen und -mitarbeitern bedingen eine über dem langjährigen Schnitt liegende Aufwandserhöhung. In den Aufwendungen für medizinisches Material und Fremdleistungen sind v.a. Kosten für pharmazeutische Spezialitäten (insbesondere für onkologische Therapien), Implantate und Behandlungsbedarf enthalten. Gerade in diesem Bereich zeichnet sich eine hochdynamische Entwicklung ab, welche auch auf absehbare Zeit keine Trendumkehr erwarten lässt. Hinzu kommt ein höherer Anteil an medizinischen Fremdleistungen (überwiegend ebenso die Onkologie betreffend). Der sonstige Sachaufwand beinhaltet u. a. Instandhaltungen und Wartungen, nicht medizinische/pflegerische Fremdleistungen (v. a. IT-Kosten), Wäsche- und Reinigungs-Fremdleistungen sowie Energie. Bei Letzterem ist erkennbar, dass sich die Preise gegenüber den Vorjahren wieder normalisiert haben. Im übrigen sonstigen Sachaufwand ist die Vorsteuer enthalten. Seit dem Jahr 2021 erfolgt die Verrechnung eines Nutzungsentgelts für die im Eigentum des Landes NÖ stehenden und von der NÖ LGA genutzten Immobilien. Darüber hinaus werden auch Verrechnungsentgelte für Services des Amtes der NÖ Landesregierung gesondert dargestellt. Im Bereich der Anlagen sind vor allem Investitionen für medizinische Geräte, Instrumente und Einrichtungen enthalten. Größere Anschaffungen im Jahr 2024 waren beispielsweise diverse medizinische Geräte für das neu in Betrieb genommene Haus D im Universitätsklinikum St. Pölten, ein PET-CT und SPECT-CT im Universitätsklinikum St. Pölten, je ein Magnetresonanztomograph im Landesklinikum Amstetten, Universitätsklinikum Wiener Neustadt und ebenso Universitätsklinikum Krems sowie die Erneuerung der Taktbandanlage im Logistikzentrum St. Pölten. Kennzahlentabelle Betriebsausgaben RA 2023 RA 2024 Personal 1.941.230.858 2.171.901.072 + Ärztinnen und Ärzte 494.725.385 542.606.243 + Pflege 856.218.974 958.260.807 + Sonstiges med. Personal 167.085.121 189.321.058 + Nicht med. Personal 311.707.598 343.954.405 + Sonstige Personalkosten 111.493.780 137.758.559 Med. Material und Fremdleistungen 477.430.537 531.499.325 + Verbrauch med./pfleg. Güter 400.201.710 437.122.552 + Med./Pfleg. Fremdleistungen 62.195.567 77.416.442 + Sonst. med. Material und Fremdleist. 15.033.260 16.960.332

18 19 2024 FINANZDATEN Sonstiger Sachaufwand 728.563.631 779.813.856 + Instandhaltung 82.824.835 94.895.219 + Reinigung-Fremdleistungen 56.804.367 63.396.925 + Wäsche-Fremdleistungen 25.394.678 28.430.151 + Energie und Wasser 89.870.448 63.592.102 + Verbrauch nicht med./pfleg. Güter 62.830.373 66.791.349 + Nicht med./pfleg. Fremdleistungen 105.665.252 115.690.112 + Miete, Leasing, Lizenzgeb. ohne Nutz.entg. 32.393.469 37.000.970 + Übriger sonstiger Sachaufwand 272.780.209 310.017.028 Nutzungs- und Verrechnungsentgelte 113.967.612 187.910.161 + Nutzungsentgelte für Immobilien 112.678.395 187.045.868 + Verrechnungsentgelte Services Land Niederösterreich 1.289.217 864.293 Anlagen 47.718.687 71.301.056 + Summe Aufwände 3.308.911.325 3.742.425.470 Betriebsergebnis 385.538.930 387.083.739 - Nutzungsentgelte für Immobilien - 112.678.395 - 187.045.868 - Verrechnungsentgelte Services Land Niederösterreich - 1.289.217 - 864.293 Bereinigtes Betriebsergebnis 271.571.318 199.173.578

21 Regionen 20

23 22 MOSTVIERTEL 2024 Waidhofen/Ybbs Scheibbs Mank Melk Amstetten Ybbs/Donau Mauer Wallsee St. Peter/Au Mostviertel Pflege- und Betreuungszentren Pflege- und Förderzentrum Bildungscampus Universitäts-/Landeskliniken Klinikum mit Schulstandort Landeskliniken Amstetten +43 7472 9004 - 0 office@amstetten.lknoe.at Mauer +43 7475 9004 - 0 office@mauer.lknoe.at Melk +43 2752 9004 - 0 office@melk.lknoe.at Scheibbs +43 7482 9004 - 0 office@scheibbs.lknoe.at Waidhofen/Ybbs +43 7442 9004 - 0 office@waidhofen-ybbs.lknoe.at Pflege- und Betreuungszentren Amstetten +43 7472 62 103 pbz.amstetten@noe-lga.at Mank +43 2755 2287 pbz.mank@noe-lga.at Mauer +43 7475 9000 pbz.mauer@noe-lga.at Melk +43 2752 52 680 pbz.melk@noe-lga.at Scheibbs +43 7482 42 325 pbz.scheibbs@noe-lga.at St. Peter/Au +43 7477 42 102 pbz.stpeter@noe-lga.at Waidhofen/Ybbs +43 7442 55 227 pbz.waidhofenybbs@noe-lga.at Wallsee +43 7433 2241 pbz.wallsee@noe-lga.at Ybbs/Donau +43 7412 52 440 pbz.ybbs@noe-lga.at Pflege- und Förderzentrum Waidhofen/Ybbs +43 7442 55 511 pfz.waidhofenybbs@noe-lga.at Bildungscampus Mostviertel Standort Mauer +43 7475 9004 17 002 pflegeschulen.noe-lga.at MOSTVIERTEL

REGION MITTE Krems Mautern Tulln Klosterneuburg Lilienfeld Wilhelmsburg Türnitz Hainfeld St. Pölten Herzogenburg Region Mitte 25 24 REGION MITTE 2024 Pflege- und Betreuungszentren Universitäts-/Landeskliniken Klinikum mit Schulstandort Landes- und Universitätskliniken Klosterneuburg +43 2243 9004 - 0 office@klosterneuburg.lknoe.at Krems +43 2732 9004 - 0 office@krems.lknoe.at Lilienfeld +43 2762 9004 - 0 office@lilienfeld.lknoe.at St. Pölten +43 2742 9004 - 0 office@stpoelten.lknoe.at Tulln +43 2272 9004 - 0 office@tulln.lknoe.at Pflege- und Betreuungszentren Hainfeld +43 2764 7553 pbz.hainfeld@noe-lga.at Herzogenburg +43 2782 83 360 pbz.herzogenburg@noe-lga.at Klosterneuburg +43 2243 22 770 pbz.klosterneuburg@noe-lga.at Mautern +43 2732 82 902 pbz.mautern@noe-lga.at St. Pölten +43 2742 22 666 pbz.stpoelten@noe-lga.at Tulln +43 2272 65 000 pbz.tulln@noe-lga.at Türnitz +43 2769 8290 pbz.tuernitz@noe-lga.at Wilhelmsburg +43 2746 6033 pbz.wilhelmsburg@noe-lga.at

Gutenstein Hochegg Thermenregion Mödling Vösendorf Himberg Baden Bad Vöslau Pottendorf Berndorf Mödling-Hinterbrühl Perchtoldsdorf Neunkirchen Gloggnitz Scheiblingkirchen Wr. Neustadt 27 26 THERMENREGION 2024 THERMENREGION Landeskliniken Baden +43 2252 9004 - 0 office@baden.lknoe.at Hochegg +43 2644 6300 - 0 office@hochegg.lknoe.at Mödling +43 2236 9004 - 0 office@moedling.lknoe.at Hinterbrühl +43 2236 9004 - 12 501 office@moedling.lknoe.at Neunkirchen +43 2635 9004 - 0 office@neunkirchen.lknoe.at Wiener Neustadt +43 2622 9004 - 0 office@wienerneustadt.lknoe.at Pflege- und Betreuungszentren Baden +43 2252 84 801 pbz.baden@noe-lga.at Bad-Vöslau +43 2252 75 391 pbz.badvoeslau@noe-lga.at Berndorf +43 2672 88 590 pbz.berndorf@noe-lga.at Gloggnitz +43 2662 42 303 pbz.gloggnitz@noe-lga.at Gutenstein +43 2634 7273 pbz.gutenstein@noe-lga.at Himberg +43 2235 86 288 pbz.himberg@noe-lga.at Mödling +43 2236 24 334 pbz.moedling@noe-lga.at Neunkirchen +43 2635 71 660 pbz.neunkirchen@noe-lga.at Pottendorf +43 2623 75 215 pbz.pottendorf@noe-lga.at Scheiblingkirchen +43 2629 2381 pbz.scheiblingkirchen@noe-lga.at Vösendorf +43 1 6991 840 747 103 pbz.voesendorf@noe-lga.at Wiener Neustadt +43 2622 27 895 pbz.wrneustadt@noe-lga.at Pflege- und Förderzentrum Perchtoldsdorf +43 1 8690 127 pfz.perchtoldsdorf@noe-lga.at Pflege- und Betreuungszentren Pflege- und Förderzentrum Universitäts-/Landeskliniken Klinikum mit Schulstandort

Waldviertel Waidhofen/Thaya Raabs/Thaya Litschau Schrems Allentsteig Horn Eggenburg Zwettl Weitra Gmünd 29 28 WALDVIERTEL 2024 Pflege- und Betreuungszentren Universitäts-/Landeskliniken Klinikum mit Schulstandort WALDVIERTEL Landeskliniken Allentsteig +43 2824 2235 - 0 office@allentsteig.lknoe.at Gmünd +43 2852 9004 - 0 office@gmuend.lknoe.at Horn +43 2982 9004 - 0 office@horn.lknoe.at Waidhofen/Thaya +43 2842 9004 - 0 office@waidhofen-thaya.lknoe.at Zwettl +43 2822 9004 - 0 office@zwettl.lknoe.at Pflege- und Betreuungszentren Eggenburg +43 2984 4174 pbz.eggenburg@noe-lga.at Litschau +43 2865 21 275 pbz.litschau@noe-lga.at Raabs/Thaya +43 2846 7293 pbz.raabs@noe-lga.at Schrems +43 2853 77 225 pbz.schrems@noe-lga.at Waidhofen/Thaya +43 2842 52 421 pbz.waidhofenthaya@noe-lga.at Weitra +43 2856 2275 pbz.weitra@noe-lga.at Zwettl +43 2822 51 565 pbz.zwettl@noe-lga.a

31 30 WEINVIERTEL 2024 Hollabrunn Retz Laa/Thaya Mistelbach-Gänserndorf Mistelbach Wolkersdorf Zistersdorf Gänserndorf Korneuburg Stockerau Hainburg Orth/Donau Weinviertel Pflege- und Betreuungszentren Medizinisches Zentrum Universitäts-/Landeskliniken Klinikum mit Schulstandort WEINVIERTEL Landeskliniken Hainburg +43 2165 9004 - 0 office@hainburg.lknoe.at Hollabrunn +43 2952 9004 - 0 office@hollabrunn.lknoe.at Korneuburg +43 2262 9004 - 0 office@korneuburg.lknoe.at Mistelbach-Gänserndorf +43 2572 9004 - 0 office@mistelbach.lknoe.at Stockerau +43 2266 9004 - 0 office@stockerau.lknoe.at Medizinisches Zentrum Gänserndorf MZ Gänserndorf +43 2282 9004 - 0 mzg.leitstelle@mistelbach.lknoe.at Pflege- und Betreuungszentren Gänserndorf +43 2282 2595 pbz.gaenserndorf@noe-lga.at Hainburg +43 2165 65 656 pbz.hainburg@noe-lga.at Hollabrunn +43 2952 2375 pbz.hollabrunn@noe-lga.at Korneuburg +43 2262 72 915 pbz.korneuburg@noe-lga.at Laa/Thaya +43 2522 2228 pbz.laa@noe-lga.at Mistelbach +43 2572 2402 pbz.mistelbach@noe-lga.at Orth/Donau +43 2212 3140 pbz.orth@noe-lga.at Retz +43 2942 2248 pbz.retz@noe-lga.at Stockerau +43 2266 63 945 pbz.stockerau@noe-lga.at Wolkersdorf +43 2245 2322 pbz.wolkersdorf@noe-lga.at Zistersdorf +43 2532 2205 pbz.zistersdorf@noe-lga.at

Tätigkeitsberichte 33 32

34 35 2024 VORSTANDSBEREICH Vorstandsbüro Die Abteilung Vorstandsbüro befasst sich mit einem vielfältigen Tätigkeitsbereich und ist die Drehscheibe für die Gesamtsteuerung der NÖ Landesgesundheitsagentur. Strategische und operative Informationen werden gebündelt, analysiert und zur Entscheidungsfindung für die Vorstandsmitglieder aufbereitet. Um dies zu gewährleisten, sind der ständige Austausch und die Abstimmung mit den weiteren Abteilungen und Stabsstellen der NÖ LGA notwendig. Mit den vier Teilbereichen Servicestelle Aufsichtsrat und Beirat, Steuerung und Entwicklung Strategie, Risikomanagement und Informationsmanagement leistet die Abteilung einerseits einen wertvollen Beitrag in der Kommunikation mit unseren Gremien und Stakeholdern und andererseits in der Zusammenarbeit und Weiterentwicklung der NÖ LGA insgesamt. Informationsmanagement Die NÖ Landesgesundheitsagentur setzt auf die Unterstützung und Optimierung der Geschäftsabläufe durch digitale Systeme, um ihre Arbeitsprozesse effizienter und zukunftsfähiger zu gestalten. Aktuell führt das Department Informationsmanagement zwei zentrale Projekte durch, die maßgeblich zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur und der internen Abläufe beitragen. Hier eine kurze Darstellung der beiden Hauptprojekte. Projekt iPEG – integrierte Protokollierung und Erledigung von Geschäftsprozessen Das elektronische Aktensystem iPEG bietet eine durchgängige digitale Unterstützung in allen Prozessschritten, wobei der Fokus auf einer strukturierten Erledigung und Nachvollziehbarkeit von Geschäftsfällen, vor allem bei standortübergreifenden Workflows, liegt. Die Eingangserfassung, Protokollierung und erste Workflowsteuerung wurden erfolgreich implementiert und Schulungen für die Zentrale und die Führungsebene der Standorte durchgeführt, um ein gemeinsames Verständnis für das System zu schaffen. Die aktuellen entscheidenden Schritte sind ein gemeinsamer Input von Abteilungen und Standorten, um die relevanten Geschäftsprozesse zu entwickeln und diese effizient im iPEG abzubilden. Diese werden in weiterer Folge mit der Firma Rubicon evaluiert, adaptiert und getestet. Die Einführung der elektronischen Signatur als fester Bestandteil der iPEG-Funktionen ist ein wichtiger Schritt, um einen medienbruchfreien Workflow zu gewährleisten. Dies bedeutet, dass alle relevanten Dokumente und Geschäftsvorfälle direkt im iPEG-System elektronisch signiert werden können, ohne dass auf papierbasierte Prozesse oder separate Systeme zurückgegriffen werden muss. Die Vorteile dieses Ansatzes sind vielfältig: Mit dieser Maßnahme wird der gesamte Prozess der Dokumentenverarbeitung und -archivierung optimiert und in Übereinstimmung mit modernen digitalen Standards gestaltet. Projekt LVIS – LGA-Vorlagen- und Informationssystem Mit der Einführung des Dokumentenlenkungssystems LVIS und der schrittweisen Migration und Integration aller relevanten Kliniken und Bereiche wird die NÖ LGA eine effiziente, transparente und reibungslose Dokumentenlenkung sicherstellen. Wichtige Erfolgsfaktoren sind dabei die nahtlose Systemintegration, umfassende Schulungen und eine offene Kommunikation, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während des gesamten Übergangsprozesses zu unterstützen. Durch diese proaktive Vorgehensweise wird der Migrierungsprozess nicht nur effizienter, sondern auch reibungsloser gestaltet, da die Bedürfnisse und Bedenken der einzelnen Standorte fortlaufend berücksichtigt werden. Die Feedbackschleifen und Abstimmungsmeetings sind somit ein wichtiger Bestandteil, um eine erfolgreiche Migration sicherzustellen und den langfristigen Erfolg des neuen Systems zu garantieren. Mit Ende 2024 konnten bereits über 60 Prozent der Klinikstandorte, über 40 Prozent der PBZ/PFZ und beinahe 80 Prozent der zentralen Abteilungen ins System überführt werden.

36 37 2024 VORSTANDSBEREICH Steuerung und Entwicklung Strategie Zu Jahresbeginn wurde die neu definierte Zielelandkarte 2024–2029 an die Gesundheitseinrichtungen übermittelt. Der Umsetzungsstatus der Meilensteine 2024 wurde im Jahresverlauf zweimal systematisch erhoben, analysiert und im Zielemonitoring ausgewertet. Die Erstellung der Zielelandkarte 2025–2030 wurde im Rahmen eines kontinuierlichen Entwicklungsprozesses aktiv begleitet und weiter optimiert. Im Zuge der jährlichen BSC-Steuerung wurden die Parameter und Sollwerte der BSC 2024 überprüft und angepasst. Die relevanten Messgrößen wurden quartalsweise erfasst, analysiert und im unterjährigen Berichtswesen dokumentiert. Zum Jahresende erfolgte eine umfassende Evaluierung und Aktualisierung der BSC-Parameter für 2025, um eine nachhaltige Steuerung und kontinuierliche Optimierung der Zielerreichung sicherzustellen. Das Thema Nachhaltigkeit wurde im Zuge der strategischen Planung in der Ziele- landkarte 2025–2030 verankert. Die Erarbeitung einer Wesentlichkeitsanalyse wurde als erster Schritt zum Aufbau eines unternehmensweiten Nachhaltigkeitsmanagements vorgesehen. Ziel ist es, die Perspektiven der NÖ LGA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, samt der Führungskräfte, zu den Themen Ökologie, Umwelt und Soziales sowie die Anliegen der wichtigsten Stakeholder einfließen zu lassen. Servicestelle Aufsichtsrat/Beirat Im abgelaufenen Jahr 2024 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt, in denen insgesamt rund 39 Beschlüsse gefasst wurden. Neben den entscheidungsrelevanten Rechtsgeschäften gemäß dem NÖ Landesgesundheitsagenturgesetz (NÖ LGA-G) waren insbesondere die regelmäßigen Berichterstattungen des Vorstandes zur Leistungs- und Ergebnisentwicklung und zur Lage des Unternehmens wesentliche Bestandteile der Sitzungen. Zusätzlich konnte sich der Aufsichtsrat im Zuge der Abhaltung eines Strategietages im Universitätsklinikum Krems zum Schwer- punkthema Digitalisierung/Digitale Innovationen zur Unterstützung der NÖ LGA Kern-/Supportprozesse austauschen und neben dem aktuellen und potenziell künftigen Nutzen für die Gesundheitseinrichtungen der NÖ LGA bei einem Rundgang im Universitätsklinikum auch einen unmittelbaren Eindruck in die täglichen und herausfordernden Tätigkeiten der klinischen Gesundheitsversorgung gewinnen. Der Beirat der NÖ LGA hielt seine Sitzungen im Frühjahr und Herbst des Jahres 2024 ab und erfüllte damit seine gesetzlich definierten Aufgaben im erforderlichen Ausmaß. Risikomanagement Dieser Bereich ist primär für die Entwicklung, Implementierung und den Betrieb eines unternehmensweiten Risikomanagements (uwRM) in der NÖ LGA zuständig. Das uwRM setzt auf bestehende Risikomanagementsysteme wie beispielsweise das klinische Risikomanagment und soll im Endausbau der Unternehmensführung als weiteres Steuerungsinstrument zur Verfügung stehen. Der Fokus liegt im ersten Ansatz auf Kernrisiken mit besonderen Dimensionen. Diese gilt es frühzeitig zu erkennen, um wirksame präventive Maßnahmen zur Risikominimierung setzen zu können. Die Struktur, Rollen der vorgesehenen Funktionen, Risikokriterien zur Indentifizierung, Analyse, Bewertung und das Reporting sowie grundstäzliche strategische und risikopolitische Grundsätze wurden in Zusammenarbeit mit der Abteilung SQM (Department Beschwerdemanagement, Patientensicherheit) in einem Handbuch für ein unternehmensweites Risikomanagement konzipiert und ein Softwaresystem (inte- griertes Risikomanagement mit globalem Maßnahmenmanagement) zur effizienten Administration des operativen Parts des Risiko- und Maßnahmenmanagements beschafft. Im Rahmen eines Pilotbetriebs in einzelnen Kliniken konnten zahlreiche geschneiderte Anpassungen vorgenommen und die praktische Anwendbarkeit erfolgreich erprobt werden. Im nächsten Schritt ist geplant, die Rahmenbedinungen für einen sukzessiven Rollout zu präzisieren, die organisatorischen und materiellen Erweiterungsszenarien festzulegen und entsprechend der ressourcentechnischen Möglichkeiten umzusetzen.

38 39 2024 STABSSTELLE EU-AGENDEN/HEALTHACROSS Die Initiative „Healthacross“ bündelt regionale und überregionale Interessen im Gesundheitsbereich durch internationale Vernetzung, Kooperation und Informationsaustausch. Sie fokussiert sich auf innovative, grenzüberschreitende Projekte, die die Gesundheitsversorgung nachhaltig verbessern. WHO-Publikation Im September 2024 wurde die WHO-Publikation „The Healthacross Initiative: How Lower Austria is Boosting Crossborder Collaboration in Health“ veröffentlicht. Seit 18 Jahren werden in Niederösterreich erfolgreich grenzüberschreitende Gesundheitsprojekte umgesetzt. Der Report bietet wertvolle Einblicke und praxisorientierte Tipps für die Etablierung von Gesundheitskooperationen. EU-Projekt „DigiCare4CE“ Das Projekt „DigiCare4CE“ fördert die Digitalisierung in Pflege- und Betreuungszentren. Dabei wird eine transnationale Strategie zur Erhöhung des Digitalisierungsgrads entwickelt und in einem niederösterreichischen Pilot-Pflegezentrum eine digitale Innovation getestet. Das Projekt läuft seit März 2023 im Rahmen des Interreg Central Europe Programms. EU-Projekt „DigiPat“ „DigiPat“ zielt auf die Digitalisierung der Pathologie ab, um Arbeitsprozesse auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Es wird in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Maastricht und der Europäischen Kommission seit November 2023 umgesetzt. EU-Projekt „Healthacross MED NET“ „Healthacross MED NET“ fördert die Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und den benachbarten Regionen Tschechiens in Palliativversorgung, digitaler Ausbildung und Krankenhauskooperation. Es wurde im Dezember 2023 bewilligt, die Kick-off-Veranstaltung fand im April 2024 statt. EU-Projekt „Cross-Prehab“ „Cross-Prehab“ bereitet Patientinnen und Patienten auf Knie- und Hüftgelenkersatzoperationen vor, um Genesung und Lebensqualität zu verbessern. In Zusammenarbeit mit der Slowakei entsteht ein Programm zur präoperativen Rehabilitation, welches die Behandlungsergebnisse optimieren soll. Die Kick-off-Veranstaltung fand im Oktober 2024 statt. Stabsstelle EU-Agenden/Healthacross

40 41 2024 STABSSTELLE EU-AGENDEN/HEALTHACROSS EU-Projekt „PathoCon“ Das Projekt zielt darauf ab, durch eine Kooperationsvereinbarung im Bereich der Pathologie einen grenzüberschreitenden Telemedizin-Mechanismus zwischen Niederösterreich und Ungarn zu etablieren. Ziel ist es, eine langfristige Zusammenarbeit zu sichern. Das Projekt wurde im Sommer 2024 bewilligt und ist in Umsetzung. EU-Projekt „HACK-IT-NET“ Das Projekt fördert Innovationen und stärkt den Austausch zwischen Akteurinnen und Akteuren in der Gesundheitsversorgung in der Alpenregion. Es setzt auf digitale Werkzeuge und neue Methoden, um gesündere und nachhaltigere Lösungen im Gesundheitswesen zu entwickeln. Das Projekt startete im Juli 2024 und befindet sich in Umsetzung. Grenzüberschreitendes Gesundheitszentrum „Healthacross MED Gmünd“ „Healthacross MED Gmünd“ bietet hochwertige Gesundheitsversorgung an der Grenze zwischen Niederösterreich und Tschechien. Durch optimierte Ressourcennutzung wurde die Wertschöpfung gesteigert, was zur Vollauslastung des Gesundheitszentrums und der Beschäftigung von 60 Personen geführt hat. Künftige Kooperationen mit Tschechien sollen die medizinische Versorgung der Grenzregion sichern. Beteiligungen in Gesundheitsnetzwerken Die Initiative „Healthacross“ ist aktiv in folgenden Gesundheitsnetzwerken: ⇢ WHO Regions for Health Network (WHO RHN) ⇢ EUREGHA Netzwerk (European Regional and Local Health Authorities) ⇢ Netzwerk euPrevent ⇢ Europaregion Donau-Moldau (EDM)

42 43 2024 ABTEILUNG STRATEGIE UND QUALITÄT MEDIZIN Die Abteilung Strategie und Qualität Medizin umfasst die Bereiche Qualitäts- und Leistungsanalyse, Medizinische Strategie und Entwicklung sowie die Departments Strategisch-Fachliches Qualitätsmanagement und Beschwerdemanagement, Patientensicherheit. Die Abteilung ist die medizinisch-fachliche Schnittstelle zu allen Klinikleitungen, Führungskräften und Beauftragten der Universitäts- und Landeskliniken, Pflege- und Betreuungszentren, den regionalen Organisationsgesellschaften und allen Abteilungen der LGA-Zentrale. Durch die Bereiche Qualitäts- und Leistungsanalyse und Medizinische Strategie und Entwicklung werden die mehr als 20 unterschiedlichen medizinischen Fachgremien koordiniert. Zahlreiche zukunftsweisende Versorgungskonzepte und strategische Entscheidungsgrundlagen werden so interdisziplinär und berufsgruppenübergreifend erarbeitet, beispielsweise das Fachkonzept „Strategie Onkologie 2030“. Im Bereich Qualitäts- und Leistungsanalyse erfolgt die kontinuierliche Sicherung und Analyse der medizinischen Qualität unter Wahrung gesetzlicher Vorgaben. Gemeinsam mit dem NÖGUS werden Peer-Review-Verfahren mit Schwerpunkt z. B. Katarakt und Anästhesie/Intensivmedizin in den Kliniken vorbereitet und begleitet. In regelmäßig stattfindenden Medizinischen Innovationsboards (MIB) werden zahlreiche innovative Therapieformen für die Versorgung begutachtet und freigegeben. Ebenfalls wird die NÖ-weite Umsetzung des Neugeborenenhörscreenings begleitet. Im Bereich Medizinische Strategie und Entwicklung liegt ein Fokus der Tätigkeit auf der (Weiter-)Entwicklung von Karrieremodellen für die Berufsgruppen der Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Medizinischen, Therapeutischen und Diagnostischen Gesundheitsberufe (MTDG). Das Programm „Interprofessionelle Ausbildungsstationen“ (IPSTA) als berufsgruppenübergreifendes, innovatives Ausbildungsmodell für Studierende der Medizin oder Gesundheits- und Krankenpflege wird erfolgreich weitergeführt. Des Weiteren wurde das Konzept für Antibiotic-Stewardship-Teams (ABS-Teams) erfolgreich in allen Gesundheitsregionen erprobt. Mit Unterstützung des Departments Beschwerdemanagement, Patientensicherheit konnten 2024 die Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit dem Akutversorgungsnachweis (AVN) verbessert werden. Basierend auf der Kernkompetenz im klinischen Risikomanagement, leistet das Department einen wichtigen Beitrag zum Ausbau des unternehmensweiten Risikomanagements der NÖ LGA und unterstützt andere Fachbereiche und Einrichtungen in Fragen der Sicherheit der Patientinnen und Patienten. Beschwerden zu medizinisch-pflegerischen Themen, die von Patientinnen und Patienten, Angehörigen oder externen Organisationen an die NÖ LGA herangetragen werden, finden hier ihre professionelle Bearbeitung. Vom Department Strategisch-Fachliches Qualitätsmanagement erfolgte fortlaufend die Planung und Durchführung der NÖ BASIS ZERT Audits an allen Klinikstandorten (bettenführende Bereiche). Es wurden über 50 Audits mit mehr als 475 Einzelinterviews durchgeführt. Jede auditierte Organisationseinheit erhält einen detaillierten Bericht, in dem die Stärken und das Verbesserungspotenzial strukturiert aufgezeigt werden. Ganzjährig werden Verhaltensempfehlungen und Broschüren zur Förderung der Gesundheitskompetenz von Patientinnen und Patienten weiterentwickelt. Abteilung Strategie und Qualität Medizin

44 45 2024 ABTEILUNG STRATEGIE UND QUALITÄT PFLEGE Die Abteilung Strategie und Qualität Pflege mit ihren drei Bereichen Akutpflege, Langzeitpflege und strategische Aus- und Weiterbildung erfüllte auch im Geschäftsjahr 2024 zahlreiche Kernaufgaben rund um die Pflege sowie zu weiteren bereichsübergreifenden interdisziplinären Themen. Zu den strategischen Themen, welche 2024 erreicht wurden, zählt die Einführung einheitlicher Expertenstandards in den NÖ Kliniken und Pflegezentren zur Erreichung einer hohen Pflegequalität, welche im Rahmenkonzept QiP (Qualität in der Pflege) geregelt sind. Die Qualität in der Pflege verfolgt das Ziel, höchste Qualitätsstandards mit messbaren Qualitätsindikatoren zu etablieren, um eine angemessene Pflege und Betreuung für unsere Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohner sicherzustellen. Weiters wird mit diesem Rahmenkonzept ein gemeinsames Qualitätsverständnis im Sinne der Professionalisierung der Pflege geschaffen. Darin enthalten sind gültige Definitionen und Ziele sowie die gemeinsame Handhabe des Pflegeprozesses und der Pflegedokumentation, welche künftig in der Akut- und Langzeitpflege mit epa (effiziente Pflegeanalyse) und LEP (Leistungserfassung und Prozessdokumentation in der Pflege) in NÖKIS und VivendiPD umgesetzt werden. 2024 wurde eine Mitarbeiterin zum Expertengremium DNQP zur Mitarbeit an einem Expertenstandard als einzige Österreicherin entsendet. Als weiteren großen Meilenstein ist die Einführung der Fachkarriere von Pflegeexpertinnen und Pflegeexperten mit der Pilotierung von Advanced Practice Nurses (APN) in einer Stabsfunktion zu nennen. Diese wichtige Maßnahme dient ebenfalls der Sicherung und Verbesserung der Pflegequalität sowie der Zufriedenheit der zu Betreuenden und der Reduktion von Komplikationen. APN sind Bindeglieder im multiprofessionellen Team, welche ihr Fachwissen und ihre Expertise nutzen, um einerseits Versorgungslücken zu erkennen und andererseits die eigene Berufsgruppe in der Fallführung zu unterstützen. Im Jahr 2024 wurden pflegefachliche Konzepte weiterentwickelt und bereits teilweise im Rahmen von Synergieprojekten implementiert. Weitere Schwerpunkte waren: ⇢ Praxisanleitung • Rahmenkonzept Praxisanleitung • Harmonisierter Lehrplan für die Weiterbildung Praxisanleitung • App „LGA Update“ für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NÖ LGA – Bereich für Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter entwickelt ⇢ Einführung des Qualitätsmanagements (BASIS ZERT) in den Pflege- und Betreu- ungszentren der Region Weinviertel ⇢ 2. Opferschutzkonferenz der NÖ LGA ⇢ Fachtagung OP mit Fokus auf die neue Berufsgruppe der Operationstechni- schen Assistenz ⇢ Etablierung von FAQs zu pflegerechtlichen Fragen in der App „LGA Update“ ⇢ Entwicklung des Qualitätsmanagements in den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege ⇢ Harmonisierung von Aus-, Fort- und Weiterbildungen an den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege ⇢ Entwicklung der Weiterbildung Geriatrische Gesundheits- und Krankenpflege Großer Wert wird auf die interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit innerhalb der NÖ Landesgesundheitsagentur mit allen Einrichtungen gelegt. Abteilung Strategie und Qualität Pflege

46 47 2024 ABTEILUNG MEDIZINISCH-PFLEGERISCHES PROZESSMANAGEMENT In umfassenden Analysen werden Heterogenität und Übereinstimmungen dargestellt, wobei rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen geprüft und berücksichtigt werden. Unter Berücksichtigung der strategischen und operativen Steuerung werden neue Schlüssel- und Support-Prozesse im Rahmen der Transformation in Richtung Harmonisierung entwickelt. Eine einheitliche und transparente Struktur wird dadurch geschaffen, um digitale Lösungen zum Einsatz zu bringen. Zudem erfolgt die Entwicklung einer harmonisierten Terminologie hinsichtlich Defini- tionen und Kennzahlen. Diese dient als Grundlage für eine transparente, kennzahlenbasierte Dokumentation und Steuerung sowie für wissenschaftliche Entwicklungen und Innovationen. NÖ LGA-Standards werden festgelegt, um das Qualitäts- und Risikomanagement zu unterstützen. Schließlich wird eine einheitliche Vorgehensweise für den Rollout erarbeitet, um die Implementierung in den laufenden Betrieb zu unterstützen. Im Speziellen fokussierten sich Umsetzungen wie folgt: ⇢ Im Programm NÖKIS (Niederösterreichisches Krankenhausinformationssystem) wurden im Rahmen des Vergabeverfahrens insgesamt über 70 Verhandlungstermine durchgeführt. Ende März wurde der Zuschlag an die Firma Dedalus GmbH erteilt. Die folgende Projektplanung umfasst den Zeitplan, den Ressourcenplan, den Einsatz der Power-Userinnen und -User sowie die Untergliederung der ausgeschriebenen Funktionen in Teilprojekte. Weiters erfolgte die Erarbeitung der NÖKIS-Baseline V1.0, die sich auf die Umsetzung der bereits erarbeiteten Festlegungen konzentriert. Der Programm-Kick-off fand am 15. Mai 2024 statt. In den darauffolgenden Workshops wurde mit den Power-Userinnen und -Usern intensiv an den verschiedenen Projektaspekten gearbeitet und die Festlegungen für die Software-Ausgestaltung wurden getroffen. Die Vorbereitungstätigkeiten für die Inbetriebnahme im ersten Klinikum Neunkirchen wurden gestartet. Erste IST-Erhebungen und SOLL-Konzeptionen fanden statt, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Die Planung der NÖKIS-Schulungen erfolgt synchron zum Fortschritt in den Teilprojekten. Parallel zur inhaltlichen Erarbeitung wurden die Projektkommunikation und das begleitende Changemanagement für das Programm NÖKIS erarbeitet und bereits spezifische Maßnahmen für die ersten beiden Kliniken (Universitätsklinikum Neunkirchen und Landesklinikum Waidhofen/Ybbs) erstellt. Die fachliche Betriebsführung wurde aufgesetzt und mit der technischen Betriebsführung für NÖKIS verwoben. ⇢ Die Erarbeitung einheitlicher strategischer und operativer Dokumentationsvorlagen (Standardisierungsobjekte) im Projekt Standardisierung NÖKIS für alle NÖ Universitäts- und Landeskliniken wird laufend und entlang der Inbetriebnahmephasen von Programm NÖKIS priorisiert und durchgeführt. Insgesamt gibt es aktuell 811 dieser Dokumentationsvorlagen. Es wurden 653 dieser Dokumente, Formulare, Kataloge und Parametersets finalisiert, versioniert und an den Softwarepartner zur Umsetzung in NÖKIS übergeben. Zur inhaltlichen Abteilung Medizinisch-Pflegerisches Prozessmanagement

48 49 2024 ABTEILUNG MEDIZINISCH-PFLEGERISCHES PROZESSMANAGEMENT Erarbeitung und Freigabe/Abnahme dieser haben 23 Workshops mit unterschiedlichen medizinischen und therapeutischen Fachrichtungen stattgefunden. Dieses standardisierte Vorgehen entspricht dem partizipativen Ansatz zur Einbindung der Expertinnen und Experten bis hin zum Commitment zu einem NÖ-weit gleichen Standard. ⇢ Am Landesklinikum Melk wurde der stabile Routinebetrieb des Niederösterreichischen Laborinformationssystems (NÖ LIS) inklusive des Blutdepots unter Anwendung des NÖ-weiten Standards sichergestellt. Es handelt sich um ein etabliertes System, das die Labordiagnostik und die Verwaltung von Blutkonserven unterstützt. Vorbereitungsarbeiten für den Betriebsstart 18. Februar 2025 des NÖ LIS am Landesklinikum Waidhofen/Ybbs wurden durchgeführt sowie Key-Userinnen- und -User-Schulungen für das Laborsystem und die elektronische Anforderung in den Abteilungen. ⇢ Es wurde die erste Inbetriebnahme des NÖ Point-of-Care-Testing(POCT)-Systems im Landesklinikum Mistelbach durchgeführt. Die Festlegung des harmonisierten Standards für die weiteren geplanten Kliniken der Region Weinviertel ist erfolgt. POCT bezieht sich auf medizinische Tests, die direkt am Bett der Patientinnen und Patienten oder in der Nähe der Patientin bzw. des Patienten durchgeführt werden. ⇢ Am Universitätsklinikum Krems wurde am Institutsstandort für Pathologie das zentrale NÖ Pathologie- und Mikrobiologie-Informationssystem (PMIS) erfolgreich ausgerollt. Zusätzlich wurde im selben Schritt auch das elektronische Anforderungs- und Befundauskunftstool LAURIS in der gesamten Region Mitte umgesetzt. Die NÖ-weiten Standards und der harmonisierte Leistungskatalog wurde implementiert. Weiters wurden die Projektvorbereitungsarbeiten für die Ablöse des lokalen Altsystems am Landesklinikum Amstetten durchgeführt. Der Betriebsstart ist für den 25. März 2025 eingetaktet und Vorbereitungen für die Einführung der elektronischen Anforderung für die Bereiche Mikrobiologie und Pathologie aus den Klinikstandorten Amstetten, Mauer, Melk und Waidhofen/ Ybbs wurden getroffen. ⇢ Das Patientendaten-Management-System (NÖ PDMS) – Anästhesie und Intensivmedizin wurde unter Berücksichtigung der Baseline aus den Standardisierungsworkshops in den Universitätskliniken Neunkirchen und Tulln sowie der Landesklinik Scheibbs ausgerollt. Im Bereich der Neonatologie konnte die Baseline am Standort Landesklinikum Mödling erfolgreich implementiert werden. Weiters wurden die Vorbereitungsarbeiten für die elektronische Patientendokumentation im Bereich der Neonatologie am Universitätsklinikum Tulln getätigt. ⇢ In den Universitätskliniken Neunkirchen und Tulln wurde die Harmonisierung der Bestandssysteme durch Einführung der OP-Baseline M-OP durchgeführt. Die NÖBIS-Anbindung (OP-Doku) und Altdatenimport (OP-Doku) konnten in den bereits umgestellten Kliniken abgeschlossen werden. Weiterführend fand der Projektstart im Landesklinikum Klosterneuburg statt, dort ist das Go-live für Juni 2025 geplant. ⇢ Im Bereich der Augendokumentation (NÖ EYE-DOC) wurde nach erfolgreicher zweistufigen EU-weiten Ausschreibung ein Zuschlag an den Bestbieter erteilt.

50 51 2024 ABTEILUNG LEISTUNGS- UND STRUKTURSTRATEGIE Medizinisch-Pflegerisches Leistungsmanagement (MPLM) Das Medizinisch-Pflegerische Leistungsmanagement ist für die Steuerung des Leistungsgeschehens der Universitäts- und Landeskliniken, der Pflege- und Betreuungszentren sowie Pflege- und Förderzentren zuständig und hat die bedarfsorientierte Versorgung von Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohner zum Ziel. Um diese zu erreichen, werden Schwerpunkte bei Planung und Steuerung des Leistungsgeschehens gesetzt. Die Leistungsplanung ist ein wesentlicher Bestandteil der Integrierten Abteilungsplanung (IAP) im Managementinformationssystem (MIS). Leistungsbezogene Berichte werden für ein unterjähriges Monitoring der Kennzahlen herangezogen. In Quartals- und Budgetgesprächen werden Planansätze sowie unterjährige Entwicklungen mit den Gesundheitsregionen besprochen. Seit dem Jahr 2024 werden in der Planung und im Monitoring der Kliniken besondere Schwerpunkte in der onkologischen Versorgung gesetzt. Medizinisch-Pflegerisches Strukturmanagement (MPSM) Aufgabe des Medizinisch-Pflegerischen Strukturmanagements ist die Begleitung der NÖ Universitäts- und Landeskliniken sowie der Pflege- und Betreuungszentren (PBZ) und Pflege- und Förderzentren (PFZ) beim Veränderungsprozess ihrer Strukturen der Versorgungslandschaft. „Digital vor ambulant vor stationär“ – so lautet der Grundsatz aus den Zielsteuerungsübereinkommen. Deshalb liegt ein Schwerpunkt des Bereichs MPSM in der Transformation und Ambulantisierung von Strukturen (Stichwort: ambulante Betreuungsplätze). Zusätzlich bedarf es Prüfungen von Strukturänderungen im extramuralen Bereich, sogenannte „Bewilligungsverfahren“, wie Bedarfsprüfungen zu selbstständigen Ambulatorien durch Stellungnahmen in Abstimmung mit dem NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS). Die Abteilung LSS erfüllte auch im Jahr 2024 ihre Funktion als Dienstleister für Daten, Informationen und Berichte – primär zu Leistungen und Strukturen der Einrichtungen der NÖ LGA. Schwerpunktmäßig waren bereichsübergreifende Projekte zwischen Leistungs- und Datenmanagement in Bearbeitung. Mit dem Aufbau eines Pflegedatenmodells für die Langzeitpflege konnte ein wesentlicher Bestandteil der Handhabbarmachung von Datenquellen umgesetzt werden. Der Aufbau von Datengrundlagen und eines Berichtswesens zur Steuerung der onkologischen Versorgung wurde weiter vorangetrieben. Medizinisch-Pflegerisches Datenmanagement (MPDM) Das Medizinisch-Pflegerische Datenmanagement ist für die Übernahme, Aufbereitung und Weitergabe medizinisch-pflegerischer Daten der Gesundheitseinrichtungen der NÖ LGA zuständig. Zu den Datengrundlagen zählen LKF-Daten (Leistungsorientierte Krankenanstaltenfinanzierung), OP-Daten sowie Daten der NÖ PBZ/PFZ. Sie werden intern an Auswertungs- und Berichtssysteme (wie SAP-BI, MIS) und extern an den NÖGUS weitergegeben. Neben der Aufbereitung von Analysen als wichtige Informationsquelle für daten- und faktenbasierte, strategische Entscheidungen der NÖ LGA werden durch das MPDM auch externe Daten- und Auswertungsanforderungen abgedeckt. Ein Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung verfügbarer Datengrundlagen. Stellvertretend dafür sind das Projekt zur datenbasierten Berechnung von OP-Wartezeiten sowie die Mitwirkung bei der fachlich-inhaltlichen Weiterentwicklung des Auswertungssystems SAP-BI zu nennen. Abteilung Leistungs- und Strukturstrategie (LSS)

52 53 2024 ABTEILUNG PERSONAL UND ORGANISATION Im Mittelpunkt: der Mensch ⇢ Ausbau und Weiterentwicklung der digitalen Wunschplanung ⇢ Erweiterung des Web-Service für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ⇢ Pilotierung des Ärzteausbildungsplanungstools ⇢ Weiterentwicklung der Personalverwaltungs- und Dienstplansysteme (Vorbereitung der KI-gestützten Personaleinsatzplanung) ⇢ Fortführung der lebensphasenorientierten Beschäftigungsmöglichkeiten in Niederösterreich („LEBEN-Modell“) ⇢ Dienstplanstabilität ⇢ Umsetzung und Weiterentwicklung von Recruitingstandards und -prozessen sowie Konzentration auf neue Recruiting-Kanäle • Forcierung Diversity Recruiting • Cross-Border Recruiting • Social Media Recruiting • Direktansprachen • Vietnam-Projekt ⇢ Weitere Evaluierung und Verfeinerung der Recruiting- und Aufnahmeprozesse durch Befragungen ⇢ Change-Begleitung bei Veränderungsvorhaben – Weiterentwicklung von Rollen- bildern ⇢ Pilotierung des entwickelten neuen Karrieremodells für Ärztinnen und Ärzte ⇢ Digitalisiertes zentrales Aus-, Fort- und Weiterbildungsprogramm ⇢ Eigene Programme für Führungskräfte und potenzielle Führungskräfte – Entwick- lung des Karrierekompasses ⇢ Einheitliche Praktikumsevaluierung für Praktikantinnen und Praktikanten aller Berufsgruppen ⇢ Zertifizierung familienfreundliches Unternehmen ⇢ Weiterentwicklung von Fach- und Führungskarriere-Modellen Im Mittelpunkt: das Unternehmen NÖ Landesgesundheitsagentur (LGA) ⇢ Harmonisierung des Kennzahlen- und Berichtswesen ⇢ Personalstellenkonzept – Schaffung von HR-Verbünden ⇢ Harmonisierung und Digitalisierung der Personalprozesse ⇢ Abschluss des Betriebsübergangs LGA-Unternehmensverbund ⇢ Fortführen der Stärkung der prozess- und aufgabenorientierten Strukturen durch standardisierte Quartalsgespräche mit Führungskräften ⇢ Weiterer Ausbau des Qualitätsmanagements (Vorgaben von Rahmen und Modellen) ⇢ Kontinuierliche Unterstützung und Förderung des Befragungsmanagements ⇢ Projektportfoliomanagement: Ausbau und Updates im Tool CoMPAS ⇢ Fortführung des Personalbedarfsberechnungstools NESTOR ⇢ Kick-offs, GAP-Analyse und Leistungsdatenevaluierung in den Kliniken für das Projekt IASON Abteilung Personal und Organisation

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